Angst, ich hab einfach Angst…

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Es ist interessant, in meinem Leben hab ich sehr oft Angst: Angst vor Spinnen, vor Prüfungen, vor zwischenmenschlichen Konflikten, vor Reaktionen anderer u. v. m.
Nichtsdestotrotz habe ich mich all dem gestellt. Ich mach Spinnen weg, obwohl ich sie ekelig finde, habe schon unzählige Prüfungen hinter mir, spreche Konflikte an und Reaktionen von anderen kommen

Aber, was ich nicht verstehe, ist, dass ich vorher immer, wirklich immer Angst habe. Ich versuche gerade herauszufinden, wann Angst begründet ist und wann nicht. Meine größte Angst gerade ist es mich für meine Lehrprobe vor die Klasse zu stellen. Es sind Dritt- und Viertklässler und ich mache das nicht zum ersten Mal. Aber dennoch habe ich Angst. Ich habe Angst, etwas falsch zu machen. Und ich glaube, das ist meine größte Angst hier im LZA. Ich brauch ein Umfeld, in dem es mir leicht fällt auch mal eine Unterrichtsstunde, ein Projekt oder einfach nur ein Konflikt falsch zu machen.

Ich bin geprägt von dem Satz: „Fehler sind da, um sie zu machen!“ Das hat mein Anleiter in meinem Praktikum immer wieder gesagt und genau das brauche ich. Ich brauche einen Ort, wo Fehler erlaubt sind. Aber in der Hinsicht Abschlussarbeit, Examen u. v. m. darf ich mir keine Fehler erlauben, ich muss bestehen und ich würde gerne mehr als „bestehen“ allerdings rechne ich mir das oft selbst nicht zu. Ich denke viel zu schlecht von mir und die Angst hindert mich dann auch noch daran. Aber was mach ich nun? Aufgeben und mich dem „Schicksal“ hingeben? Also am liebsten wäre es mir danach, aber dafür bin ich zu stolz. Ich arbeite lieber an meiner Einstellung und an meiner Angst.

Die Angst ist auch in meinem Examen unbegründet, denn: „Ich kann das!“, ich habe schon viel geschafft und ich habe jemanden an meiner Seite, der mir vor einigen Jahren gesagt hat, dass mein Platz in Adelshofen ist. Wenn er will, dass ich das schaffe, dann schaff ich das auch und dann hilft er mir. Ja, es klingt vielleicht nach einer Ausrede oder nach einer „versuchten“ Lösung, aber für mich ist das die Wahrheit. Ich habe einen Gott, der mir sagt: „Fürchte dich nicht!“ Und wenn Gott das sagt, dann darf und will ich ihm darin vertrauen. Das heißt nicht, dass die Angst nicht weg ist, ich habe immer noch Angst, aber ich weiß, dass ich damit nicht alleine bin.

Und jetzt werde ich weiter an meiner Examenslehrprobe schreiben. Ich wünsche dir noch ein schönes Wochenende und bis bald.

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