Eintopf oder was ist das durcheinander?

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Ein Eintopf ist ein Gericht, das aus verschiedenem Gemüse und Gewürzen besteht. Im Normalfall, schmeckt ein Eintopf (mir persönlich) sehr gut. Aber, was ist, wenn er doch mal versalzen, angebrannt oder etwas Ungenießbares mit hineingeraten ist? Kann man ihn retten? Oder muss man ihn wegschmeißen?

Wie ein Eintopf fühlt sich manchmal mein Leben an. An manchen Tagen, da genieße ich es und es ist wie ein guter Eintopf, gefüllt mit dem Besten. Also es läuft, ich fühl mich gut, ich kann mein Leben genießen und auch meine Arbeit und mein Alltag geht mir leicht von der Hand. Aber an anderen Tagen, da ist, es als wäre mein Leben wie ein schlechter Eintopf, wo ich nicht weiß, ob ich es wegschmeißen sollte oder lieber versuchen zu retten. Leider ist die Entscheidung bei meinem Leben nicht so leicht wie die bei einem Eintopf… Mein Leben kann ich nicht einfach wegschmeißen… Aber wie kann man denn ein Leben retten? Und wie kann ich vor allem mein Leben retten?

Bedauerlicherweise ist die Antwort nicht ganz so einfach, denn anders als bei einem Eintopf, weiß ich manchmal nicht bewusst, was ich in mein Leben lasse oder gelassen habe. Deshalb muss ich erste einmal suchen, was gerade das ist, was mein Leben vermiest oder schlecht gemacht hat. Bei mir ist das ziemlich oft so, dass ich mich von meinen Gefühlen leiten lasse. So komme ich dann auch schnell ins Grübeln und ins Hinterfragen. Das ist erstmal nichts Schlechtes, aber wenn ich das immer, also wirklich immer (nach jedem Gespräch, jeder Aussage und Handlung) mache, dann ist das zu viel. So schaffe ich es dann auch schnell in diese Spirale von Selbstzweifel und Selbstmitleid. Also, meine Ursache habe ich jetzt gefunden, aber was jetzt? Wie gehe ich jetzt damit um?

Zunächst hab ich Einfachmal nichts gemacht. Ich habe einfach weiter beobachtet. Aber, das ist genau das, was ich brauchte. Ich musste beobachten und warten. Und glaubt mir, das fällt mir überhaupt nicht leicht. Ich hasse Warten, ich würde am liebsten alles jetzt gleich und sofort erledigen. Leider geht das nicht immer und zum Glück geht das nicht immer. Ich brauche oft Pausen, aber wann nehme ich mir die bewusst? Wahrscheinlich seltener als ich sie bräuchte. Und da kommt das Warten ins Spiel. Wenn ich warte, mach ich zwar nicht immer eine Pause, aber es ist dennoch eine Zeit, in der ich nicht viel machen kann. Was ich aber ganz wichtig finde ist, dass man zu sich selbst steht und sagt: „Ich muss jetzt warten und das ist vollkommen in Ordnung. Ich darf warten dürfen.“ Und genau hier liegt der Schlüssel. Akzeptanz!

So nun aber genug von der philosophischen lebensratschlagenden Seite meines Selbst. Ich bin mittlerweile wieder aus meinem Praktikum zurück im LZA… Und es tut mir leid, dass ich jetzt erst schreibe, aber mein Leben ist und war gerade dieser verdorbene Eintopf. Dies hat sich erst vor ein paar Tagen geändert, weshalb ich auch jetzt erst wieder schreibe. Mal sehen wie viel ich hier aus meinem Alltag schreibe und was dann so zu meinem Leben gehört.

Bis bald eure Tamara.

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