So viele Dinge…

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Zurzeit beschäftigen mich so viele Dinge …
Ich bin noch voll von Weihnachten und dem Geschenk, das Jesus uns gemacht hat. Er kam in diese dunkle, einsame und grausame Welt als Licht und das als Geschenk. Auch der Gottesdienst hat dazu gepasst. Alles war draußen, mit Feuerschalen und nur die Bühne ist beleuchtet, so wie damals der Stall durch Jesus und den Stern. Alles ist so spürbar ähnlich wie damals. Wir warten auf Befreiung von Corona und die damals wollten von den Römern befreit werden, aber keiner von beiden versteht wirklich, was es bedeutet frei zu sein. Was ist denn Freiheit und auf was hoffen wir eigentlich? Ist es nicht so, dass wir schon ein Beispiel haben? Ein Beispiel, dass Freiheit nicht heißt, dass wir von unseren Umständen befreit werden, sondern dass Freiheit wirklich heißt, dass wir vom Tod befreit sind? Also dass das Leben hier auf der Erde nicht das Ende ist, sondern noch etwas nach dem Tod kommt. Ist wahre Freiheit nicht das, was wir erleben, wenn unsere Last sich von unseren Schultern löst und wir unbeschwert leben? JA und doch Nein … also wahre Freiheit in Jesus ist das, was man erlebt und die Hoffnung auf die man hin lebt.

Aber auch die Tage danach wahren an sich sehr aufwühlend … Ich wurde am zweiten Weihnachtsfeiertag spontan zum Abendessen eingeladen. Es war sehr schön, da bei dem Ehepaar auch der Vater und Kinder, Enkelkind da war und wir dann nicht nur gegessen haben, sondern auch viel geredet, gesungen und gespielt haben. Es war sehr schön, aber dennoch hat es mich wieder daran erinnert, dass ich keine Familie habe, dass ich nicht so etwas mit meiner Familie machen kann. Das macht mich so traurig. Ich weiß, dass ich das alles auch so haben kann. So wie an diesem Sonntag, mit dieser Familie oder auch mit meiner seelischen Mami, aber dennoch schwingt ein sehr großes Stück Traurigkeit mit. Ich weiß, ich bin geliebt, weil Gott und meine Freunde mich lieben, aber das ist nicht das Gleiche. Zwischen Weihnachten und Silvester hab ich eine alte Freundin wieder getroffen und sie ist jetzt Coach und hat noch viel Schlimmeres erlebt wie ich … Ach man, an sich ist alles so schön hier in meinem Praktikum, in meiner eigenen Wohnung und in meinem selbstständigen Leben … wie kann es dann sein, dass ich heute am ersten Tag 2022 so traurig bin und mich alleine fühle?

Die Letzten zwei bzw. drei Tage waren doch Freunde da und jetzt könnte ich die Ruhe genießen, aber stattdessen bin ich einfach traurig … Ich glaube auch, weil alles nicht so war, wie ich es mir vorgestellt habe. Ich wollte Silvester dieses Jahr mal wieder bewusst erleben und feiern. Bewusst erleben konnte ich es, da sich meine Freundin, die Coach ist, mir bewusste Fragen zum Reflektieren gegeben hat und auch um bewusst in das Neue Jahr zu starten. Aber das Feiern blieb aus … Aber, das tiefste, innerste Problem, was ich habe und was ich dieses Jahr angehen will, ist die Einsamkeit. Ich hasse es mich einsam und verlassen zu fühlen, vor allem von den Menschen, die mich am meisten lieben hätten sollen. Aber was ich noch viel mehr hasse, ist das Vermissen der Mutterliebe. Ich weiß, wie es ist von einer Mutter geliebt zu werden und es ist nicht nur das: „Ich hätte es gerne“, sondern es ist das: „Wieso hatte ich das schon?“ … Ich kann mir schon vorstellen, dass ich es brauche, damit ich selbst diese Liebe weitergeben kann, aber das ersetzt mir immer noch nicht mein Loch in meinem Herzen. Dieses Loch wird 2022 zu füllen angefangen und dieses Mal nicht mit Scheinliebe und Selbstsucht, nicht mit künstlicher Liebe und dem Suchen nach einem Partner, dieses Mal wird es gefüllt mit der einzig wahren Liebe. Die Liebe von Jesus, die einzig wahr und echt ist. Er ist der Einzige, der dieses Loch so füllen kann, dass es wirklich geheilt und übervoll von Liebe ist. Die Hoffnung, dass irgendwann (spätestens in der Ewigkeit) dieses Loch gefüllt ist, lässt mich kämpfen und weiter machen. So schaffe ich es jeden Tag auszuhalten und mich immer wieder an diese Zusagen Gottes klammern.

So nun bin, ich glaub ich fertig. Danke fürs Lesen und durchhalten.

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